Zehnmal mehr Umsatz über Amazon. Und das in drei Monaten. Bei der Marketplace-Optimierung sei für Online-Händler noch viel Luft nach oben, meint Fabian Domeier, Digital Content Specialist bei OMMAX. Im Interview klärt er über die Stellschrauben auf, welche die Verkäufe in die Höhe drehen.

Wenn ich Produkte online verkaufen will, muss ich mich vor allem weit oben in Google platzieren, oder?

Einerseits stimmt das, eine gute Platzierung in den Google-Suchergebnissen ist natürlich ein Garant dafür, viele potenzielle Käufer in den eigenen Online-Shop zu bringen. Mindestens genauso wichtig für E-Commerce-Unternehmen ist aber die Platzierung in Online-Marketplaces, vor allem im Amazon Marketplace.

Wie funktioniert der Amazon Marketplace? Ich melde mich an und stelle meine Produkte ein?

Generell ja, Sie benötigen einen Verkäufer-Account und bieten dann Ihre Produkte im Marketplace an, sozusagen als weiteren Vertriebskanal neben dem eigenen Online-Shop. So nutzt man die Bekanntheit von Amazon und das Vertrauen der Endkunden in diese Plattform, tritt aber mit der eigenen Marke auf und ist frei in Dingen wie Produktbeschreibung und Pricing. Für den Endkunden macht es so gut wie keinen Unterschied, ob die Produkte direkt von Amazon oder Ihnen als Händler angeboten werden – sie erscheinen gleichermaßen in der Suche auf der Amazon-Website.

Ich will natürlich, dass meine Produkte ganz oben in der Suche erscheinen. Kann ich das beeinflussen?

Ja, genau deshalb ist die Optimierung des eigenen Amazon-Accounts für E-Commerce-Unternehmen so wichtig. Die wichtigsten Argumente für Amazon, einen Artikel weit oben anzuzeigen, ist, dass sich dieser gut verkauft, der Verkäufer vertrauenswürdig ist und Kundenfragen schnell beantwortet.

Wenn ich aber ganz neu bin als Amazon-Händler?

Um das Vertrauen von Amazon als Verkäufer zu gewinnen, ist es nötig, zumindest anfangs den Verkäufen ein wenig auf die Sprünge zu helfen. OMMAX schaltet für seine Kunden dazu Werbekampagnen auf Amazon. So werden die Produkte, mit dem Hinweis “gesponsert”, weit oben angezeigt, was die Verkäufe in die Höhe treibt und damit den Grundstein legt, künftig auch ohne Anzeigen eine hohe Positionierung zu erreichen.

Was tun Sie noch, um den Amazon-Auftritt von Händlern zu optimieren?

Ganz wichtig sind die richtigen Keywords, also Schlagworte, die man in Überschrift, in den Produktinformationen und an weiteren Stellen verwendet. Für unsere Kunden machen wir bei OMMAX dazu eine Keyword-Recherche und optimieren dann die Produktseiten entsprechend. Vor allem in Nischenmärkten ist es wichtig, eine große Anzahl an Keywords abzudecken, damit der jeweilige Artikel für alle relevanten Suchanfragen in den Suchergebnissen erscheint. Das Verwenden der richtigen Keywords hilft übrigens auch gleichzeitig bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung (SEO), also bei der Platzierung auf Google.

Inwiefern?

Wenn wir eine Produktseite für die interne Amazon-Suche optimieren, zum Beispiel eben, indem wir die richtigen Keywords an den richtigen Stellen einsetzen, haben wir auch gleichzeitig die Optimierung für Google im Auge. Wir optimieren so, dass wir auch wichtige SEO-Kriterien erfüllen. So erreicht die Produktseite für die entsprechenden Keywords auch bei der Google-Suche höhere Positionen.

Man erreicht also potenzielle Kunden sowohl direkt über Amazon als auch indirekt über Google?

Genau. Bei einem Kunden etwa, der Hygieneartikel B2B verkauft, konnten wir den Umsatz, der über den Amazon-Account gemacht wurde, mit dieser Strategie innerhalb von drei Monaten verzehnfachen. Durch die Einführung von Amazon Business im Dezember 2016 ergibt sich gerade im B2B Bereich für Unternehmen noch mal eine zusätzliche Chance einzelne Produkte ganz gezielt zu verkaufen. Viele gewerbliche Kunden bestellen bereits bei Amazon. Durch Amazon Business kommen auf Geschäftskunden zugeschnittene Funktionen hinzu. Dazu gehören der Kauf auf Rechnung, die Anzeige von Netto-Preisen ohne Umsatzsteuer sowie Firmen-Konten mit mehreren Nutzern.

Zehnmal mehr Umsatz? Es scheint, als sei die Amazon-Optimierung die Maßnahme Nummer eins für E-Commerce-Unternehmen.

Zumindest ist bei vielen Unternehmen hier noch viel Luft nach oben. Und viele Online-Händler haben Marketplaces wie Amazon und das damit verbundene Potenzial noch gar nicht im Blick. Hinzu kommt, dass solche Optimierungsmaßnahmen sich schon nach kurzer Zeit in den Verkäufen niederschlagen. Ich würde Amazon-Optimierung aber eher als einen Teil einer umfassenden digitalen Strategie verstehen. Schließlich gibt es noch viele weitere Stellschrauben für erfolgreichen E-Commerce: SEO für Google und andere Suchmaschinen, Suchmaschinenmarketing (SEA), eine Website bzw. ein Online-Shop, der aus technischer und Usability-Sicht einwandfrei funktioniert, sowie informativer und überzeugender Content auf allen Kanälen, damit der Nutzer den Artikel am Ende auch kauft. Erst das Zusammenspiel dieser Maßnahmen und die konsistente Strategie dahinter lässt Sie gegen die Konkurrenz bestehen.

 

Wo steht Ihr Unternehmen digital da? OMMAX analysiert Ihre Umsatzpotenziale und etabliert oder optimiert Ihren Auftritt in den Online-Marktplätzen von Amazon & Co. Bei Interesse können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren:

Dr. Stefan Sambol, Managing Partner
stefan.sambol@ommax.de
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