72 % der deutschen Mittelständler halten die Digitalisierung für wichtig. Doch wie sieht es mit der Weiterbildung in digitalen Technologien aus? Die Bedeutung des Themas wird erkannt, doch bei der Umsetzung im Arbeitsalltag besteht Aufholbedarf.

Digitale Weiterbildung in Unternehmen

Die Wirtschaft wird digitaler – und mit ihr der Arbeitsmarkt. Wie eine aktuelle Studie der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) nahelegt, könnten bereits jetzt viele Berufe im Zuge der Digitalisierung durch Computer ersetzt werden, wie etwa der Automobilkaufmann: So suchten Autokunden im Laufe eines Kaufprozesses heutzutage meist nur ein einziges Mal ein Autohaus auf, und zwar zur Probefahrt. Alle anderen Schritte der Customer Journey fänden bereits online statt – eine Tatsache, die OMMAX bereits bei einer BMW-Konferenz erläuterte.

Dementsprechend seien digitale Technologien branchenübergreifend enorm wichtig (OMMAX berichtete). Nicht verwunderlich ist daher, dass 80 % der in der Studie befragten Erwerbstätigen diesen Technologien eine “große Bedeutung für meine tägliche Arbeit” beimaßen. 77 % prophezeien außerdem, dass Digitalkompetenz künftig “genauso wichtig wie fachliche oder soziale Kompetenz” werde.

digitale Weiterbildung (Datenquelle: bitkom.org)

Datenquelle: bitkom.org

Programmiersprachen noch ein Außenseiter-Thema

Umso ernüchternder ist der Status Quo zur digitalen Weiterbildung in deutschen Unternehmen. Zwar bildeten sich drei Viertel der Deutschen privat weiter; digitale Themen blieben dabei aber oft auf der Strecke. Zum Verhalten in Chats und sozialen Netzwerken haben beispielsweise nur 3 % eine Weiterbildung absolviert, zu technischen Grundlagen wie Programmiersprachen nur 9 %. Klassische Anwendungsprogramme wie MS Office oder SAP sind mit 32 % noch das beliebteste digitale Weiterbildungsthema.

Keine Zeit für Weiterbildung

Woran hapert es also, wenn Erwerbstätige zwar die Bedeutung digitaler Technologien erkennen, sich dazu aber offenbar unzureichend fortbilden? Danach gefragt, gaben 72 % an, während der Arbeit keine Zeit für die Weiterbildung zu haben. 59 % sagten, diese Möglichkeit werde vom Arbeitgeber nicht angeboten. Bei 39 % setze der Arbeitgeber zwar auf Digitalisierung, investiere aber nicht in die entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen.

digitale Weiterbildung (Datenquelle: bitkom.org)

Datenquelle: bitkom.org

Nicht nur in, sondern auch mit digitalen Technologien weiterbilden

Ironischerweise sei es heutzutage besonders leicht, sich fortzubilden – eben mit digitalen Technologien. Online-Tutorials, Lern-Apps und MOOCs machten das lebenslange Lernen heute leichter denn je. 87 % sagen, sich dank digitaler Technologien immer und überall weiterbilden zu können, und 59 % meinen, damit schneller und zielgerichteter lernen zu können. Allerdings machen nur 43 % die digitalen Formate mehr Spaß als die klassischen.

Als Fazit lässt sich aus der Studie ziehen, dass sich in der deutschen Wirtschaft noch viel in Sachen digitales Lernen tun muss. Die Initiative kann dabei sowohl von den Erwerbstätigen selbst als auch von den Arbeitgebern beziehungsweise den Unternehmen ausgehen. Denn in jedem Fall wird der Umgang mit digitalen Technologien zur kommenden Schlüsselqualifikationen – und damit digital ausgebildete Fachkräfte zur Grundlage für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

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