Infografiken sind das ideale Mittel, um Informationen auf prägnante und zugleich attraktive Art und Weise zu vermitteln. Bei der beinahe schon inflationären Nutzung wird es jedoch immer schwieriger, mit seinen eigenen Infografiken erfolgreich zu sein und möglichst viele Nutzer zu erreichen. Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei.

1. Wählen Sie Thema und Headline richtig aus

Eine Infografik erstellen – schön und gut. Aber was sollten Sie bei der Themenwahl beachten, damit sie auch ein Erfolg wird? Am besten Folgendes: Das Thema sollte dem User oder Kunden einen Mehrwert bieten und ihn interessieren. Lenken Sie Ihre Gedanken bei der Themenwahl also weg von den Interessen Ihres Unternehmens und hören Sie auf, nur über Ihre Marke, Ihre Produkte oder Services zu reden. Werblich sollte eine Infografik nämlich auf keinen Fall sein. Im Mittelpunkt stehen stattdessen die Interessen der User – oder die von Bloggern, (Fach-)Journalisten und anderen Multiplikatoren. Wenn Sie nämlich deren Aufmerksamkeit erregen und sie von Ihren Inhalten überzeugen, können Sie damit rechnen, dass sie die Infografik teilen und weiterverbreiten.

Außerdem wichtig bei der Wahl des Themas: Es sollte emotional sein. Kein Mensch teilt etwas, das er langweilig findet und das keinerlei Gefühlsregung in ihm weckt. Daher gilt: Egal ob lustig, überraschend oder kontrovers – fast jede Emotion ist besser als keine. Mit kleinen Ausnahmen: Das Thema sollte keine Trauer und keine Bestürzung auslösen. Abgesehen davon kommen positive Inhalte insgesamt natürlich besser an als negative. Des Weiteren darf die Infografik auch nicht zu allgemein sein, denn dann ist sie in der Regel nicht informativ genug, bietet keinen Mehrwert und langweilt den User.

Was Nutzer interessiert und welche Themen gerade im Trend sind, können Sie zum Beispiel hier recherchieren: Buzzsumo, Answerthepublic, Google Trends, Ubersuggest.

Wenn das Thema steht, rückt die Headline in den Fokus. Sie ist ein besonders wichtiger Teil einer Infografik, vielleicht sogar der wichtigste, denn sie muss den User zum Klicken bringen. Eine gute Headline ist deshalb kurz, knackig, aufschlussreich und gerne auch provokant. In jedem Fall sollte sie aber den Inhalt bzw. die Botschaft der Infografik widerspiegeln. Was in vielen Fällen gut funktioniert sind Fragen, Zahlen, Adjektive, die Interesse wecken, und eine Ansprache des Nutzers (z. B. “10 Tipps, die Ihren Arbeitsalltag effektiver machen”).

2. Gestalten Sie die Infografik klar und übersichtlich

Das interessanteste, emotionalste Thema nützt nicht viel, wenn es grafisch falsch umgesetzt wird. Deshalb ist das oberste Ziel bei der Umsetzung einer Infografik eine logische, übersichtliche, selbsterklärende und schnell erfassbare Darstellung des Themas. Das Gezeigte muss verständlich sein und zwar ganz für sich allein; sobald man zusätzlich zur Infografik noch Text benötigt, der Zusammenhänge oder einzelne Fakten erklärt, hat man etwas falsch gemacht. Wichtig ist der selbsterklärende Charakter vor allem mit Blick auf das Teilen. Geteilt wird nämlich in der Regel nur die Infografik und nicht der Begleittext. Würden Zusammenhänge oder Fakten aus der Infografik also in diesem Text nochmals erklärt, gingen diese Informationen spätestens nach mehrmaligem Teilen verloren.

Damit die grafische Darstellung nicht verwirrt, gilt es, sich auf die wichtigsten Informationen und gestalterischen Elemente zu beschränken. Halten Sie sich an einen einheitlichen Stil, verwenden Sie leserliche und nicht zu viele verschiedene Schriftarten, vermeiden Sie zu viele Farben und achten Sie auf eine logische, übersichtliche Struktur.

3. Nennen Sie Ihre Quellen

Je nach Thema und Botschaft einer Infografik sollten Sie unbedingt die Quelle(n) nennen, auf der sie aufbaut. Quellenangaben sind sicher nicht in jedem Fall nötig, sobald aber Zahlen, Prozentwerte etc. vorkommen, sind sie unerlässlich. Auf diese Weise bauen Sie Vertrauen auf und erhöhen Ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität. Nutzer wissen so, woher die Daten stammen und haben die Möglichkeit, sie zu überprüfen oder sich umfassender über das Thema zu informieren. Hilfreich für den User ist es außerdem, wenn er direkt in der Infografik deren Aktualität erkennt (z. B. durch Monats- und Jahresangabe). Stammen die zugrunde liegenden Daten aus diesem Jahr oder sind sie bereits drei Jahre alt? Wie wahrscheinlich ist es, dass die Angaben auch jetzt noch richtig sind? Wichtig ist zudem, dass Sie die Quelle(n) direkt in der Infografik (nicht im Begleittext) angeben, sodass diese Information nicht verloren geht.

Beispiel Infografik mit Datum und Quellenangabe

Beispiel: Informationsgrafik mit Datum und Quelle

Dass Sie nur aktuelle Daten verwenden sollten, versteht sich sicher von selbst. Außerdem ist es klug, Infografiken, wenn möglich, auf solchen Daten aufzubauen, die möglichst lange gültig sind und sich nicht zu schnell wieder ändern. Der Vorteil ist, dass die gesamte Infografik länger aktuell bleibt und entsprechend über einen längeren Zeitraum weiterverbreitet werden kann. Natürlich können auch Informationsgrafiken mit schnelllebigen Daten interessant und nützlich sein, nur ist ihre Lebensdauer eben kürzer.

4. Nutzen Sie den Alt-Text

Auch wenn es oft sinnvoller ist, bestimmte Angaben direkt in der Infografik unterzubringen anstatt in einem ergänzenden Text, ist dieser Begleit- bzw. Alt-Text keinesfalls überflüssig. Im Gegenteil: Er ist sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen wichtig. Da Infografiken üblicherweise als Bild eingebunden sind, ist der enthaltene Text für Suchmaschinen, Übersetzungssoftwares oder Screenreader nicht lesbar. Bringen Sie im Text auch relevante Keywords unter, haben Sie sogar die Chance, mit der Seite, auf der sich die Infografik befindet, in den Google-Suchergebnissen zu ranken.

5. Achten Sie auf Responsivität

Denken Sie daran, dass Infografiken über verschiedene Geräte aufgerufen werden – über den Desktop-PC genauso wie über Smartphones oder Tablets. Damit sich das Format auf allen Geräten automatisch an die Bildschirmgröße anpasst, muss das Design responsiv sein. Nur so ist die Nutzung von Infografiken für den User auch auf mobilen Geräten angenehm, wodurch auch die Chance steigt, dass er sie teilt.

6. Binden Sie Sharing-Möglichkeiten einScreenshot Share Buttons Sidebar

Infografiken sind (unter anderem) dazu da, geteilt zu werden. Geben Sie Usern, Bloggern, Journalisten und Co. also die Möglichkeit dazu! Im Idealfall braucht es zum Teilen nur einen Klick, zum Beispiel über die Share-Buttons von WhatsApp, Facebook, Twitter, LinkedIn und allen anderen relevanten Social-Media-Plattformen. (Welche davon relevant sind, hängt zum einen vom Thema, zum anderen vom genutzten Gerät ab.) Vor allem bei langen Infografiken ist es sinnvoll, die Buttons sowohl oben als auch unten auf der Webseite zu implementieren, oder seitlich, damit sie immer sichtbar sind.

Screenshot Share Buttons_I

Eine weitere, einfache Art für den Nutzer, Ihre Infografik zu teilen, ist, einen Embed-Code bereitzustellen. Zum Beispiel so, wie Textbroker es macht:

Screenshot Embed Link

Wenn Sie diese sechs Punkte berücksichtigen, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ansprechende Infografik erstellt, die den Usern einen hohen Mehrwert bietet und gerne geteilt wird. Los geht’s!