Strategien und Tipps von unzähligen SEO-Experten. Und auch wenn jeder Artikel andere Faktoren als wichtig erachtet, hat doch jeder Autor die gleiche Grundaussage:

 

Die interne Verlinkung ist eines der mächtigsten SEO-Werkzeuge für einen Webseiten-Betreiber!

 

Was genau versteht man also unter einer guten, internen Verlinkung bzw. welche Schritte sollte man angehen, um eine effiziente interne Linkstruktur aufbauen zu können? Nun zu allererst sollte man vielleicht das Wort „Link Juice“ definieren. Der Begriff wurde von der amerikanischen SEO-Legende Greg Boser entwickelt und beschreibt die Verknüpfungsstärke bzw. die Reputation einzelner Backlinks innerhalb einer Domain. Dies bedeutet: Nicht jeder Link hat den gleichen Wert! So ist bspw. ein Link von der Startseite oder einer starken, themenrelevanten Sub Page qualitativ viel höher anzusehen.

 

Schritte zur optimalen, internen Verlinkung

Durch das Wissen um den Link Juice wird uns also deutlich, dass wir unsere Linkstruktur möglichst strukturiert und effizient aufbauen müssen. Eine allgemein gültige Lösung für dieses Problem kann ich Ihnen in diesem Beitrag leider nicht bieten, aber ich kann Ihnen verdeutlichen, worauf genau Sie bei der Erstellung dieser Strategie achten sollten.

  1. Analysieren Sie Ihren Markt und Ihre eigene Webseite!

Grundlage für eine Optimierung der internen Verlinkung sollte sein, dass Sie Ihren Markt und vor allem auch Ihre eigene Webseite wirklich verstehen. Eine Strategie unterscheidet sich hierbei bspw. schon sehr stark davon, ob Sie in einem B2B- oder einem B2C-Markt aktiv sind bzw. wie groß Ihr Produktportfolio ist. So wird ein Reiseanbieter wesentlich mehr interne Links bedienen müssen, da er dem User natürlich die wichtigen Destinationen/Hotels aus seinem Portfolio bereitstellen will. Ein Hersteller für spezielle Industriemaschinen wird hingegen nur wenige interne Links füllen müssen.

Außerdem müssen Sie sich bewusst werden, welche Seiten Ihrer Domain wirklich wichtig sind und vor allem welche Seiten thematisch miteinander verknüpft sind. Nutzen Sie hierfür Tools wie Screaming Frog, Link Research Tools, OnPage etc. um eine möglichst genaue Analyse Ihrer Domain zu bekommen.

  1. Geben Sie Ihrem Nutzer einen Mehrwert mit jedem Link!

Bei jedem Link- den Sie auf Ihre Webseite setzen, sollten Sie sich immer bewusst sein, dass dieser Link nicht nur SEO-Faktoren bedienen, sondern letztlich auch von Ihren Usern genutzt werden soll. Entscheiden Sie also bei jedem Link, ob dieser einen Mehrwert für den Nutzer bietet oder nicht. Vermeiden Sie bspw. versteckte Linkboxen, die vom User niemals genutzt werden. Diese Links werden Ihre Nutzer niemals nutzen, wodurch für Google mit der Zeit deutlich wird, dass es sich hierbei um nicht relevante Seiten für den User handelt.

  1. Nutzen Sie Standard-Maßnahmen Ihrer Webseite möglichst effektiv!

Fast jede Webseite nutzt bereits grundlegende Maßnahmen der internen Verlinkung, ohne sich dessen bewusst zu sein. Schauen Sie sich Ihre Webseite genau an! In welchen Elementen nutzen Sie bereits interne Verlinkungen effektiv? Top Navigation, Sidebar Navigation, Footer Navigation, Breadcrumbs, Textverlinkungen? All diese Elemente sind ein Must Have auf Ihrer Seite! Welche Links haben Sie dort platziert? Sind diese Links thematisch relevant zum Rest der URL bzw. passend zu den anderen Links innerhalb des Elements bzw. des Textes? Welche Links fehlen innerhalb dieser Elemente? Priorisieren Sie wichtige Links in den oberen Inhalten (Top Navigation, Introtext, Slider etc.) Ihrer Seite? Füllen Sie Ihre Texte mit entsprechenden Verlinkungen zu themenrelevanten Subpages? Wenn Sie diese Fragen zur Ihrer Zufriedenheit beantworten können, steht einer guten Grundlagen-Navigation nichts im Weg.

  1. Seien Sie kreativ und entwickeln Sie neue Navigationsmethoden!

Grundlegende Elemente sind zwar wichtig, aber insbesondere wenn Sie über ein größeres Produktportfolio verfügen, müssen Sie anfangen, kreative Navigationsmethoden zu entwickeln. Bei dieser Entwicklung ist es natürlich wichtig, dass Sie diese Elemente an Ihren Markt und vor allem an Ihre Seite anpassen. Sie sind Anbieter im Reisemarkt? Vielleicht würde hier eine interaktive Karte einen Mehrwert bieten?! Sie sind ein Franchiseunternehmen mit mehreren Standorten? Wie wäre vielleicht ein übersichtliches Glossar, wo der Nutzer anhand der Anfangsbuchstaben nach seinem Standort suchen kann?! Wichtig ist hier vor allem der User auf Ihrer Seite. Geben Sie Ihm einen Mehrwert bzw. einen Anreiz, Ihr kreatives Element zu nutzen!

  1. Vermeiden Sie grobe Fehler beim Aufbau Ihrer Navigation

Selbstverständlich ist es auch möglich, Fehler beim Erstellen einer internen Linkstruktur zu produzieren. Dies passiert insbesondere dann, wenn versucht wird, eine Navigationsstrategie schnell und einfach umzusetzen.

Versuchen Sie beispielsweise nicht, Ihren Link Juice durch Nofollow Links auf Ihren eigenen Seiten lenken zu wollen. Matt Cutts (ehemaliger Chef des Web-Spam Teams bei Google) verdeutlicht in seinem Youtube Blog, welche Nachteile dies mit sich bringen kann.

Vermeiden Sie weiterhin zu viele Links bzw. doppelte Verlinkungen auf einzelnen URLs. Ein wirkliches Maximum gibt es hier natürlich nicht. Orientieren Sie sich an Ihrem Markt bzw. an Webseiten von ähnlich strukturierten Unternehmen.

Nicht-aussagekräftige Linktexte (Anchor Texte) sind auch ein Problem, welches zwingend vermieden werden sollte. Nutzen Sie Linktexte, die auch wirklich zum Link passen. Nutzen Sie außerdem keine ähnlichen Linktexte für unterschiedliche Linkziele.

Enorm wichtig ist es auch, Verlinkungen zu fehlerhaften Seiten (404 Seiten) jederzeit zu vermeiden bzw. diese immer direkt zu korrigieren. Bearbeiten Sie das Problem hierbei direkt an der Quelle und korrigieren Sie die Verlinkung. Eine 301-Weiterleitung sollte immer nur eine Ausnahmemöglichkeit darstellen.

 

Fazit zum Thema „Interne Linkstruktur“

Was ist also die perfekte Strategie für um Webseiten verlinken zu können? Kurz gesagt: Die gibt es nicht! Sie müssen Ihre Strategie finden und diese an Ihre Webseite anpassen. Nutzen Sie dafür entsprechende SEO-Tools oder besorgen Sie sich Unterstützung von anderen SEO-Experten. Seien Sie kreativ, nutzen Sie all Ihre Möglichkeiten und geben Sie Ihrem User mit jedem Link einen Mehrwert! Vermeiden Sie offensichtliche Fehler und informieren Sie sich über alle Informationen, die Ihnen Google bereitstellt. Erstellen Sie nicht nur eine einmalige Strategie, sondern passen Sie diese an Ihre aktuelle Situation an. Streuen Sie die Brotkrümel für Ihre Nutzer an der richtigen Stelle und Sie werden entsprechende Erfolge sehen. Denn wie heißt es in Märchen immer so schön: „Und wenn Sie nicht „No Follow“ sind, verlinken sie noch heute!“