Erst kürzlich hat Searchmetrics, internationaler Anbieter einer SEO-Plattform für Unternehmen, interessante Ergebnisse ihrer alljährlichen Studie zu den wichtigsten Ranking-Faktoren bei Google veröffentlicht. Zur Ermittlung dieser Faktoren untersucht das Unternehmen jedes Jahr die Top 30 der Google-Suchergebnisse für 10.000 Keywords und damit insgesamt ca. 300.000 URLs. Im Mittelpunkt der Studie standen 2015 die Faktoren für Desktop-Suchen, wobei sich Searchmetrics auf die Kategorien Technik, User-Experience, Content, Backlinks und Social Signals spezialisierte. Doch welcher der Bereiche und vor allem welche spezifischen Faktoren spielen in diesem Jahr die bedeutendste Rolle, wenn es darum geht, sein Ranking bei Google zu verbessern?

Onpage-Optimierungen für die beste User Experience

Sogenannte „User Signals“ gelten für die Suchmaschinen als wichtiger Input über die Reaktion der Nutzer auf Website-Inhalte und deren Zufriedenheit. Wer die User Experience und damit auch die Verweildauer erhöhen und auf diese Weise sein Ranking bei Google verbessern möchte, sollte laut der Studie beispielsweise Bilder, Videos sowie interaktive Elemente einbinden. Die Klickrate sowie die Verweildauer lassen sich auch durch ein geeignetes Rich-Snippet optimieren. Auch auf ein responsives Webdesign, welches die Inhalte auf jedem Endgerät optimal anzeigt, und einen gut strukturierten Content sollte geachtet werden. Eine optimale interne Linkstruktur verbessert nicht nur den Linkjuice-Fluss, sondern hilft sowohl den Bots als auch den Nutzern dabei, die Website besser zu verstehen.

Bedeutungsverlust im Bereich Keywords

Technische Faktoren zählen nach wie vor zu den wichtigsten Voraussetzungen, um in den Suchergebnissen weit vorne für den Nutzer sichtbar zu sein. Domains mit einer generell hohen SEO-Visibility erzielen mit ihren URLs auch ein besseres Rankingergebnis. Die Optimierung einer Website durch Überschriften mit H-Auszeichnung sowie Description Elementen vereinfacht es zudem den Suchmaschinen-Bots, die Seite zu lesen, und verbessert zugleich die User Experience. Eine möglichst schnelle Seitenladezeit stellte sich ebenso als wichtiger Faktor heraus, der nicht nur das Ranking bei Google verbessern kann, sondern auch das Userverhalten positiv beeinflusst. Hinsichtlich der URL-Länge kam die Searchmetrics-Umfrage zum Ergebnis, dass kürzere und „sprechende“ URLs, die beispielsweise auf unnötige, häufig kryptische Parameter verzichtet, die bessere Wahl sind. Bei den Domainnamen zeigte sich, dass die Integration von Keywords kein Ranking-Faktor darstellt. Searchmetrics empfiehlt daher, sich eher auf einen Domainnamen zu konzentrieren, der einen Markennamen enthält oder einen gewissen Wiedererkennungswert gibt. Im Bereich der Keywords fällt ebenso auf, dass deren Bedeutung als einzelne Schlagwörter zurückgeht. Vielmehr wird auf Basis der Studienergebnisse empfohlen, die Website-Inhalte ganzheitlich und auf sinnvoll zusammenhängende Keywords zu optimieren.

Content: Ganzheitlichkeit und Relevanz gewinnen

Bei den am besten rankenden Seiten stellte die Studie als Gemeinsamkeit fest, dass die Textlängen deutlich gestiegen sind und damit längerer Content zum Standard geworden ist. Zugleich hat, entsprechend der oben genannten Abnahme der Wichtigkeit einzelner Keywords, holistischer Content an Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung gewonnen. Damit kann der Verwendung von Proof Terms und Relevant Terms eine große Bedeutung zugesprochen werden. Proof Terms haben eine semantische sowie ausgeprägte inhaltliche Nähe zum Keyword und unterstreichen damit den thematischen Fokus auf ein bestimmtes Thema. Relevant Terms hingegen machen durch den Grad ihrer thematischen Verwandtschaft mit dem Haupt-Keyword deutlich, wie umfassend das Thema zum Keyword behandelt wurde. Die Relevanz der Texte ist damit ein weiterer Faktor, um für eine Suchanfrage langfristig das Ranking bei Google zu verbessern.

Mit Social Signals das Ranking bei Google verbessern

Die Studie zeigt auch, dass der Zusammenhang zwischen Social Signals, die sich auf eine Website vereinen (z.B. Tweets, Facebook-Likes oder Pins), und deren Ranking nach wie vor stark ist. Dennoch bleibt laut Searchmetrics unklar, inwiefern eine größere Anzahl an Social Signals das Ranking bei Google verbessert, da etwa John Muller im Google Webmaster Hangout betonte, dass Social Signals keine direkten Ranking-Faktoren seien. Vielmehr kann der Einfluss weiterer Faktoren vermutet werden: Beispielsweise könnte eine erhöhte Anzahl an Social Signals User auf den regelmäßig aktualisierten Content einer bestimmten Websites hinweisen, was wiederum den direkten Traffic und damit die gesamte Performance der Seite beeinflusst.

Abnehmende Relevanz von Backlinks

Statistisch gesehen sind Backlinks zwar immer noch Faktoren, die mit dem Ranking zusammenhängen, jedoch zeigte die Studie, dass dieser Zusammenhang stetig abnimmt – auch zugunsten anderen Faktoren wie dem Content. Es ist zu beachten, dass Links sowohl der Grund aber auch die Folge eines guten Rankings sein können. Bei den Links geht der Trend zudem zu Verlinkungen zu Unterseiten als zu Links, die die Homepage als direktes Linkziel haben. Auch hier deutet sich die geringer werdende Bedeutung von Keywords an: Statt des Keywords befindet sich immer häufiger der Domain-Name im Anchor-Text. Reine „Mentions“, also die bloße Nennung einer Domain ohne Verlinkung, spielen dagegen eine immer größere Rolle. Die Autoren der Studie führen dies auf den Kampf von Google gegen „unnatürliche“ Maßnahmen im Bereich des Linkbuildings zurück.

Holistische Inhalte für bessere Ranking-Ergebnisse

Die Studie zeigt, dass der Bereich Content der wohl wichtigste Faktor liegt, wenn es darum geht, das Ranking bei Google zu verbessern. Es wurde deutlich, dass vor allem die Relevanz, Qualität und Struktur der Inhalte eine wichtige Rolle spielt. Außerdem ist ihre Ganzheitlichkeit bedeutender als der Fokus auf einzelne Keywords, da so die Bedürfnisse der User und deren Suchintentionen effizienter befriedigt werden können. Insgesamt sollte auch auf eine technisch einwandfreie Darstellung der Inhalte geachtet werden, damit sie einerseits von der Suchmaschine optimal ausgelesen und interpretiert werden können und andererseits auch dem Leser eine perfekte User Experience bieten. Hier spielt sicherlich auch der Umstand, unter dem der Nutzer eine Suchanfrage stellt, eine beachtenswerte Rolle, weshalb sich auch am Endgerät und seinen Besonderheiten im Bereich der Rankingfaktoren orientiert werden sollte. Gerade angesichts der Popularität mobiler Endgeräte ist auf ein weiteres Whitepaper von Searchmetrics hinzuweisen, welches die mobilen Ranking-Faktoren separat beleuchtet. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Google Mobile Updates erscheinen Optimierungen auch in diesem Bereich äußerst wichtig, um ganzheitlich das Ranking bei Google zu verbessern. Wir sind gespannt!

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